Den folgenden Text (welcher vermutlich aus den 1980er Jahren Stammt) habe ich als Kind am AMIGA mal irgendwo abgetippt und auf Diskette gespeichert. Als ich den AMIGA vor kurzem mal wieder aufgebaut habe, fand ich zufällig die besagte Diskette und entschloss mich dazu, den Text mit auf diese Homepage zu "packen", um den Besuchern dieser Seite zu ermöglichen die "wirkliche" Geschichte Lünens kennen zu lernen.
Da mir der Originaltext nicht mehr vorliegt kann ich nur hoffen, dass sich damals keine Tippfehler eingeschlichen haben.
Sollte ich mit der Veöffentlichung dieses Textes irgendwelche Urheberrechte verletzen, bitte ich um Benachrichtigung. Es liegt mir fern Urheberrechte zu verletzen. Ich möchte es den Besuchern lediglich ermöglichen die Stadt Lünen, in der ich ca. 20 Jahre lang gelebt habe, näher kennen zu lernen.

Lünen
Aus der Stadtgeschichte:
Zum ersten mal wurde Lünen um 890 in einem Heberegister urkundlich erwähnt, und zwar sind dort die beiden Bauernschaften "Nordliunon" und "Südlionon" genannt. Im Jahre 1018 erbauten die Lüner auf dem Nordufer ihre erste Kirche, die Handel und Gewerbe nach sich zog. 1262 erhielt Lünen einen Markt und wurde "Stadt" genannt. Landsherr war der Bischof von Münster, der die Stadt 1302 dem Grafen von der Mark für eine Geldsumme verpfändete. Aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen verlegte der Märker die befestigte Grenzstadt auf das Südufer der Lippe und verlieh ihr am 4. Juli 1341 märkische Stadtrechte.

Nach der Umlegung entstand auch das erste Rathaus. Der enge Raum, auf dem die von einer starken Mauer umgebene Stadt im Lippe-Seseke-Winkel erbaut worden war, war die Ursache für die verheerenden Brände - kaum eine westfälische Stadt ist so oft durch Feuer vernichtet worden wie Lünen. Ein letzter Zeuge aus dem Mittelalter ist in Lünen noch erhalten: Die alte Stadtkirche St. Georg, die in den Jahren 1360 bis 1366 errichtet worden ist.

1609 kam Lünen zu Brandenburg und 1701 zu Preußen.

Im Jahre 1826 nahm die Industrialisierung ihren Anfang. Mit Beginn des Kohleabbaus eintwickelte sich aus der Stadt der Ackerbürger, Handwerker und Händler eine Bergarbeiter- und Industriestadt. Die Einwohnerzahl wuchs zusehens, im Jahre 1908 überstieg sie erstmals die 10.000-Grenze.

Die Stadt wuchs auch durch die Eingemeindung benachbarter Ortschaften: 1914 Lippholthausen, 1923 Gahmen, Horstmar und Beckinghausen und 1928 schließlich Brambauer sowie Teile von Altenderne-Oberbecker.

Durch den Zuzug von Vertriebenen und Flüchtlingen stieg die Einwohnerzahl nach dem zweiten Weltkrieg auf 70.000 an. Im gesamten Stadtbereich entstanden neue Wohngebiete. Hinzu kamen kommunale Einrichtungen wie Hallenbad, Theater, Rathaus, Schulen und Sportstätten. Die Umgestaltung der Lüner Innenstadt zählte ebenfalls zu den großen Aufgaben.

Das 1960 eingeweihte Rathaus ist inzwischen zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt geworden.

1968 worde mit der Gemeinde Niederaden ein weiterer Ortsteil in die Stadt eingegliedert.

Mit der kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet ab 1975 ist Lünen mit Altlünen vereinigt, der Gemeinde, aus der die Stadt vor über 6 Jahrhunderten hervorging.